Der Verein stellt sich vor.

Kleingartenverein Bismarckhain

geschichte

Der Kleingärtnerverein Bismarckhain wurde am 18. Februar 1933 in der ehemaligen Gaststätte "Haus Freudenstein" gegründet. Damals noch als "Block Bismarckhain" innerhalb des Kleingärtnervereins Gelsenkirchen e.V.

In den ersten Versammlungen wurde beschlossen, den weiteren Ausbau der Anlage durch Gemeinschaftsarbeit herzustellen. Der Verein wuchs mit der Zeit auf über 70 Gärten an, verlor aber im Jahre 1972 durch die Erschließung des Gewerbegebietes nördlich der Bahnlinie und den Bau der Grimbergstrasse nahezu 40 Gärten.

Auf dem von der Stadt Gelsenkirchen zur Verfügung gestellten Ersatzgelände entstanden rd. 50 neue Gärten, die von ihren Inhabern in unermüdlichem Fleiß bis Sommer 1979 zu Schmuckstückchen kleingärtnerischen Könnens gestaltet wurden. In diese Zeit fiel auch die Verwirklichung des "Projektes Vereinsheim". Der Grundsteinlegung im Sommer 1976 durch den damaligen Vorsitzenden Wilhelm Gernhardt und Bürgermeister Haufe folgte kurze Zeit später bereits das Richtfest des Kneipenteils. Der Bau des angrenzenden Saales erfolgte dann in den nächsten Monaten.

Das mittlerweile 30 Jahre alte Vereinsheim, sowie die angrenzenden Außenanlagen wurden in den vergangenen Jahren mehrmals modernisiert. Großen Anteil an der Gestaltung und Ausführung der Arbeiten hatte dabei Gartenfreund Walter Schönfeldt, von 1989 – 2005 erster Vorsitzender unseres Vereins.

Der "Kampf um Bismarckhain"

Der Bestand unserer geliebten Kleingartenanlage wäre im Jahre 1999 beinahe der Erweiterung des Ruhr-Zoos zum Opfer gefallen. Damals sollte die gesamte Anlage der "Erlebniswelt Alaska" weichen. Am Montag, den 11. Oktober 1999 begann eines der schwierigsten Kapitel in der nun 75-jährigen Geschichte des Kleingärtnervereins Bismarckhain e.V. Da wurde der Vorstand über die Planungen der neuen "Erlebniswelt Ruhr-Zoo" und den Wegfall der gesamten Kleingartenanlage informiert. Walter Schönfeldt, langjähriger Vorsitzender, erinnert sich noch ganz genau, als dem Vorstand um 21:15 Uhr der ehem. Stadtdirektor Eberhard Bergjohann – gleichzeitig Geschäftsführer der GEW und zuständig für die Zoo-Betreibergesellschaft – die dritte Folie auf den Projektor legte: Dort war unsere Dauerkleingartenanlage einfach ausradiert.

Man war entsetzt und einfach sprachlos. Dass vielleicht drei oder vier Gärten geopfert werden sollten, damit hatte man schon insgeheim gerechnet, aber die ganze Anlage? Diese Nachricht schlug am nächsten Tag bei den Mitgliedern wie eine Bombe ein und breitete sich in Windeseile wie ein Lauffeuer in Bismarck und darüber hinaus aus. Sofort versammelten sich etliche Mitglieder mit ihren Familien. Nach Minuten der Fassungslosigkeit und einigen Wutausbrüchen, besann man sich wieder. Der "Kampf" begann. Es wurden viele Wege des Protestes beschriften. Plakate, Unterschriftenaktionen und etliche Versammlungen waren von nun an unser Geschäft. Schnell stellten wir fest, dass der Erhalt unserer Gärten nur über die Medien und die politische Schiene zu erreichen war.

Somit gingen wir an die Öffentlichkeit und nahmen Kontakt zu allen Ratsfraktionen auf. Wir besuchten die Ratssitzungen und luden die Politiker zu uns in den Bismarckhain ein. Wir Kleingärtner zeigten auch Alternativen auf. Viele Zeitungen sowie Rundfunk und Fernsehen berichteten über uns. Dafür danken wir nochmals. In den Abendstunden des 18. Novembers 1999 wurde uns Kleingärtnern dann eine Schwere Last von den Schultern genommen. Alle im Rat der Stadt Gelsenkirchen vertretenen Parteien stimmten der Erhaltung unserer Anlage zu. Dank unserer unermüdlichen Willenskraft und dem vernumpftsorientiertem Handeln der Politiker hatte der Kleingärtnerverein nun weiterhin bestand. Inbesondere der damalige stell. Vorsitzende Dieter Schmidt, der leider viel zu früh von uns gegangen ist, hat durch seinen unermüdlichen Einsatz großen Anteil an dem Erhalt unserer Anlage.